Auf vielfachen Wunsch: Die Wertschöpfungs- und Honorierungsdebatte im Bereich Social Media
So, auf vielfachen Wunsch, und auch völlig berechtigten Wünschen, lege ich jetzt mal einen kleinen Posterous an, damit wir die in Twitter begonnene Debatte etwas elaborierter fortsetzen können. Initiiert hat die Debatte @storymaker, als er schrieb: " Wenn "Social Media" Berater nicht aufpassen, laufen sie in die gleiche Falle wie Verlage im Web. Sie verpassen die Etablierung von Paid Content".
Ganz schnell eingeschalten hat sich dann @amendedestages, "Du meinst, dass wir Social Media Maßnahmen zu günstig verkaufen?", was Björn offensichtlich bejahte: "dass die ganze Barcamp-Kultur und das ganze Open Discussion Ding die Preise gegen 0 drückt" und "dass man zunehmend Stunden umsonst gibt / Barcampisierung der Beratung". Als sich dann auch @_jrg in die Debatte einschaltete, konkretisierte Björn: " geht nicht um Blogs - geht u die Bereitschaft zu bezahlen, w viele scheinbare Experten alles fast umsonst machen - wenn auch schlecht".
Und dann schalteten sich neben mir auch noch recht schnell @stefanosswald und @fhohenauer in die Debatte ein, womit auf einmal drei Mitarbeiter von talkabout involviert waren und bei uns offensichtlich niemand mehr gearbeitet hat.
Die Frage ist, und die würde ich gerne hier zur Debatte stellen: Welche Abrechnungsmodelle gibt es für Social Media in der Zukunft. Weiterhin "Zeit"? Oder eine "erfolgsbasierte Bezahlung" (was ist dann der "Erfolg")? Oder gibt es einen Schwerpunkt auf Beratung? Oder brauchen wir ganz neue Modelle? Hier noch ein paar locker gesammelte Zitate aus dieser Debatte:
von @storymaker:
- das hab ich nicht bestritten - es wird auch immer Bedarf an freien Textern geben, frag die mal, was sie noch bekommen
- ich rede von nachhaltigen Modellen, nicht von "gerade gut gefragt". Medien brauchen auch viele, aber überleben können viele kaum
- glaube es w stärker "effektbasiert" werden müssen. Reine Stunden s schwierig, weil vollkommen unabhängig v Qualität u Ergebnis
- jaja, sag ich doch! Zeit = Wertschöpfung = unwahr
- nein, das wird es nicht nur sein - ein Aspekt. Die anderen: systemischer Ansatz und Kreativität in der Konzeption
- nein - bzw kommt drauf an, was Erfolg / Effekt ist und was nicht
- deshalb muss man es definieren #Erfolg - jetzt aber off
von @amendedestages,
- Bei Social Media Beratung verkauft man Stunden - so wie in der klassischen PR auch. Wo liegt der Unterschied?
- Dann hoffe ich mal, dass Du Dich in diesem Falle irrst :-) Kommt das auch mal vor?
- Wenn man das Ergebnis (und den eigenen Anteil daran) nicht definieren kann, ist erfolgsorientiert fragwürdig.
von @_jrg
- du hast mit pons also nix verdient? und das konzept gar auf nem barcamp entwickelt?
- klar, die wissensformation hat sich verändert, dass worum es geht, steht in vielen blogs....aber nicht jeder liest diese blogs.
- es wird immer bedarf an vermittlern geben
- freie texter, je nach dem wo die sind, in B eher weniger als in HH .social media berater sind grade doch ganz gut gefragt
- da magst du recht haben, nur sehe ich das derzeit für den bereich social media nicht...
- über kurz oder lang müssen sich die einzeldisziplinen ja eh gedanken machen, ob es alleine noch geht.
- aber trotzdem glaube ich, dass der beratungsbedarf nicht abreissen wird.
von @talkabout
- Wir müssen als Agenturen vieles neu denken. Change Management, Coaching, Support, gezielte Ansprache, ...
- Bisherige PR-Abrechnungs-Modelle sind in SM nicht angemessne. "Texten" oder "jdn. kennen" ist keine Wertschöpfung mehr.
- Klar, intern ist die Zeit Abrechnungseinheit. Aber aus Kundensicht ist "Zeit" (Chronos) nicht wertschöpfend.
- Größe und Qualität des Netzwerkes werden die wichtigesten KPIs sein. #PR #Wertschöpfung
von @fhohenauer
- sehen wirs als Investition - wer das professionell umsetzen will, braucht gute Berater http://foxyurl.com/vrC
- - ...die dann auch bezahlt werden. Wir merken, dass es hier langsam losgeht damit.
- I do. Ist einfach noch Neuland für viele. Mit dem Verständnis wird auch die Wertschätzung wachsen. #Optimist
- ist für uns ja auch wieder die Frage nach dem Nachweis der #Wertschoepfung von Corporate Social Media
- h-Abrechn. ist a. in klass. PR an Ergebnis geknüpft - was wertvolle CSM-Ergebn.sind muss definiert werden #kpi
- freilich. Budget = Stunden * €, zu zahlen bei Ergebnis. Glaub, es geht eher drum, Ergebnis zu definieren
- genau. Welche Ergebnisse tragen zum U-Erfolg bei. Gemeinsam bestimmen, so gut wie möglich nachweisen
Die Debatte ist eröffnet :-)